Sonntag, 12. August 2018

Leseprobe: In den Fängen der schwarzen Witwe

In Zusammenarbeit mit Jasper Lee Johnes geschrieben!



Xenia
Schon so lange hatte ich ein Auge auf diesen Typen geworfen, nicht nur Wochen, Monate waren es schon! Irgendwie schien er mir immer unerreichbar, reagierte auf keine meiner Botschaften, meiner Liebesbeweise. Dafür hetzte er mir die Bullen auf den Hals, als ob die mich von ihm abhalten könnten! Ich verehrte ihn, bewunderte ihn, liebte ihn. Von ganzem Herzen und vielleicht noch etwas mehr. Doch jetzt war meine Zeit gekommen. Ihm würde nichts anderes mehr übrigbleiben, als mich zu erhören!
Ich hatte einen letzten Plan ausgetüftelt, wie ich ihn für mich gewinnen konnte. Nur für mich! Für mich ganz allein! Diesen letzten Plan wollte ich bald umsetzen, diese einmalige Gelegenheit würde so schnell nicht wiederkommen. Vielleicht noch heute oder erst morgen. Halt dann, wenn meine Stunde schlug! Wann auch immer das war …
Ich kauerte mich tiefer ins Gebüsch und beobachtete ihn. Magnus, seine Kumpels und diese freakige Gruppe um ihn herum. Die Einzigen, die mir für meinen Plan gefährlich werden konnten. Wenn überhaupt irgendjemand meinem genialen Plan gefährlich werden konnte. Denn der war brillant! Ich zog mir die verrutschte Mütze wieder tiefer in die Stirn und richtete meine ganze Aufmerksamkeit wieder auf das Camp.


Magnus
Ich hatte mich mal wieder von Stig breitschlagen lassen, ich könnte mir in den Arsch beißen. Dass ich es bereute war mir schon in dem Moment klar, als ich nach einer durchzechten Nacht wieder klar denken konnte und mir bewusst wurde, auf was ich mich da eingelassen hatte. Survival-Camp für Stadtfreaks, so eine hirnrissige Idee!
Stig hatte diesen Einfall, nachdem immer mehr von diesem Zombie-Quatsch in der Glotze lief und einige Schlipsträger sich tatsächlich ernsthaft Gedanken darüber machten, dass sowas in der Form wirklich kurz bevorsteht. Deshalb wollten sie genau so sein, wie die Truppe in dieser Ami-Serie. Wollten auch so clever, cool, stark und mutig werden wie der Redneck, der Cop, die Schwert-Schwingerin und der Pizza-Boy. Dafür hatten sie bei Stig freiwillig eine ordentliche Summe hingeblättert. Eine Summe, für die ich normalerweise mindestens einen Monat schuften musste.
Stig hatte schnell und einfach die Chance nach Angebot und Nachfrage genutzt. Er hatte sich mit seinem Schützenverein in Verbindung gesetzt und durfte jetzt für eine Woche deren Schießstand benutzen. Die nötigen Befugnisse, diese Stadtfuzzis zu unterrichten, hatte er ja. Mit in unserem „Trainer-Stab“ waren noch Alexej, der einige Kampfsportarten draufhatte und Arne, der schon seit dem Kindergarten bei den Pfadfindern war. Ich selbst sollte diesen Grünlingen den Umgang mit allem was Klingen hat beibringen. Und das eine ganze Woche lang. Ich kam mir vor wie im Kindergarten!


Xenia
Es ist so einfach, alles auszuspionieren, wenn es auf offenem Feld geschieht. Zum Glück hatte ich mich nicht in dem Hochstand, nur wenige Meter von mir entfernt, versteckt. Dort waren diese neugierigen Gestalten natürlich als Erstes zu Beginn des Camps raufgestiegen. Nein, in dem dicken Gestrüpp am Boden, in das ich mir mit Hilfe etlicher belaubter Äste eine kleine Höhle gebaut hatte, war ich wirklich besser dran.
Ganz schön lustig, diesen Typen zuzusehen. Wie die sich selbst so lächerlich machten! Hey, mal im Ernst: Wer geht schon in ein ‚Zombie-Killer-Camp‘, wie das Schild am Eingang des Camps verrät? Das ist doch wohl nur ein anderer Name für ‚Spielplatz erwachsener Männer‘! Und die wollen in ihren Jobs ernstgenommen werden? Echt jetzt?


Magnus
Ich wurde so langsam fast wahnsinnig und das bereits jetzt, nach nur zwei Tagen! Diese Vögel stellten sich aber auch zu dämlich an. Schon gleich gestern Morgen hatte einer auf dem Schießstand eine Lampe abgeschossen. Nur zwei Stunden später konnten wir den ersten ins Krankenhaus bringen, weil er ein Messer im Fuß stecken hatte. Als Alexej an diesem Morgen einem der Deppen eine Tritttechnik beibringen wollte, legte diese Lusche sich prompt auf die Schnauze und schlug sich dabei selbst zwei Zähne aus. Denjenigen, der bald danach mit kurzer Hose und ärmellosem Shirt in den Brennnesseln landete, erwischte es im Gegensatz zu seinen Kollegen noch am besten!
Soviel zum Thema Zombies killen wollen. Mit solchen ‚Helden‘ wären wir im Zweifelsfall hoffnungslos verloren! Ich war super froh, als der zweite Tag endlich vorbei war und wir beim Abendessen saßen. Das beste Zeichen dafür, dass ich mich bald in mein Zelt verziehen konnte.

Donnerstag, 21. Juni 2018

Leseprobe: Tina - Zwischen Latten-Schüssen und heißen Bällen




Mir war ziemlich mulmig, als ich kurz vor neunzehn Uhr am Vereinsheim des SC Auerbach aus meinem Auto stieg. Erst gestern Morgen hatte mich Stefan, der erste Vorsitzende und ein alter Bekannter, angerufen und mir den Trainerposten für die erste Mannschaft der Fußballer angeboten. Ich hatte kurz darüber nachgedacht, kam zu dem Schluss besser als gar nichts und sagte zu. Mein letzter Verein hatte für meine B-Jugend mit dem Team des Nachbarortes eine Spielgemeinschaft gebildet. Deren Bedingung war, dass ihr Trainerteam unverändert bestehen blieb. Da es die einzige Chance für den Verein war, hatte der Vorstand diesem Wunsch nachgegeben. Das war vor etwa sechs Monaten, gerade kurz vor Saisonbeginn. Und irgendwie fehlte mir der ganze Trubel.
Mit klopfendem Herzen ging ich zum Eingang des Vereinsheimes, drückte die Klinke herunter und öffnete die Tür. Natürlich schossen alle Blicke direkt zu mir. Oh mein Gott, worauf hatte ich mich da nur eingelassen? Warum wartete ich nicht darauf, dass ich nochmals ein Jugendteam bekam? Vielleicht mal Mädels? Ich musste verrückt geworden sein. Schnell sah ich mich in dem nicht allzu großen, etwas stickigem Raum um: Stefan stand links von mir mit einem etwas älteren Mann an der Theke. Nach rechts hin waren mehrere besetzte Tische. Vermutlich die Spieler.

„Hallo“, grüßte ich kurz in die Runde.

Stefan sah zu mir und lächelte. „Hi, komm doch am besten gleich zu mir“, sagte er und wandte sich den anderen zu. „Also Jungs, ich möchte euch Tina Schneider vorstellen, euren neuen Coach.“ Das einsetzende Gemurmel der Mann-schaft überhörend sprach er weiter: „Sicher kennt der ein oder andere von euch Tina, sie arbeitet bei dem Physiotherapeuten in Gassenheim.“

Ich schaute mir inzwischen die Mannschaft an und ja, ein paar der Gesichter kannte ich von der Arbeit her. Besonders Innes O‘Reilly, den langen, sehr schlanken Torwart mit den feuerroten Haaren, die so schön wirr in alle Richtungen standen. Er war mir schon gleich sympathisch, als ich ihn zum ersten Mal gesehen hatte. Das war, als er etwa vor einem Jahr, mehrere Wochen nach einer Verletzung, zur Krankengymnastik kam.

Ich hörte Stefan weiterreden: „Sie ist vierundzwanzig und hat jahrelang selbst sehr erfolgreich gespielt, bis sie aufgrund einer Verletzung aufhören musste. Um trotzdem weiter dem Fußball verbunden zu sein, hat sie die Trainerausbildung gemacht. In den letzten zwei Jahren hat sie die B- und D-Jugend in Bergheim trainiert und das sehr erfolgreich.“
Ich sah, dass etliche der Spieler sich ungläubig ansahen, sich leise etwas zuflüsterten, die Köpfe schüttelten. Das hier würde eine ganz andere Nummer werden, als die Jungs und Mädels, die ich bisher trainiert hatte. Ich bemerkte, wie die Spieler mich musterten. Von oben bis unten ansahen. Mir in die dunkelblauen Augen schauten, meine kurzen dunkelrot gefärbten Haare registrierten. Nur 1,60m groß war ich, aber dafür durchtrainiert. Meine Brust, die nicht zu den Kleinsten gehörte, ging für ihre Blicke unter dem weiten Pullover etwas unter. Das hinderte die meisten trotzdem nicht daran, mich gerade dort besonders intensiv anzustarren. Zum Ausgleich dafür betonte die enge Jeans meinen knackigen Po optimal. Ein, nein zwei anerkennende Blicke konnte ich wahrnehmen.
Einer aus dem Team erhob sich. Auch ihn kannte ich, lag er doch erst letzte Woche zur Massage vor mir auf der Bank: Sebastian Keller, der etwas korpulente Kapitän des Teams mit den sehr kurz rasierten, braunen Haaren und hellblauen, stechenden Augen. Er blickte die Männer an der Theke an und sprach: „Stefan, Martin, das ist nicht euer Ernst, oder? Ihr wollt uns ´ne Tussi vorsetzen? Seid ihr denn verrückt geworden?“ Er wurde immer lauter, bis er fast schrie: „Was soll die schon von Fußball verstehen?“ Ich zuckte gehörig zusammen.

Einer seiner Teamkollegen stand auf, packte ihn an der Schulter, beruhigte ihn und brachte ihn dazu sich wieder zu setzen. Was er dann widerwillig tat. Stefan sah ihn an. “Jungs, ich habe alle angerufen, die derzeit ohne Verein sind: den Meinert, den Dahl, den Kettler und noch einige andere. Alle haben abgesagt. Findet euch damit ab. Ihr seid derzeit die Letzten der untersten Liga. Ihr könnt froh sein, dass euch überhaupt jemand trainiert. Tina ist gut, wirklich gut. Gebt ihr doch wenigstens eine Chance. Sie ist die einzige, die es mit euch versuchen will.“

Ja, so schlecht stand es um die Auerbacher Mannschaft. Betröppelt sahen sich die Spieler an, als Stefan erneut das Wort ergriff: „Tina, vielleicht möchtest du selbst auch noch etwas sagen?“
Wieder ruhten diese bohrenden Blicke auf mir. Nur nicht nervös machen lassen, sagte ich mir. „Ja, also, ich freue mich schon auf eine gute Zusammenarbeit und hoffe doch sehr, dass es uns gemeinsam gelingt, diesen miserablen Tabellenplatz endlich zu verlassen. Training beginnt morgen Abend wie immer um neunzehn Uhr. Ich bin ab achtzehn Uhr hier, wer früher kommen kann oder jetzt gleich noch etwas Zeit hat, mit demjenigen würde ich mich gerne noch etwas unterhalten, damit ich euch besser kennenlerne. Ach ja, und die Getränke gehen danach auf meine Rechnung, zum Einstand.“

Das ein oder andere Murmeln und einige typische Machosprüche waren zu hören. Einige der Spieler schienen ein großes Problem mit mir als Trainerin zu haben und verließen bereits demonstrativ das Vereinsheim. Okay, ganz ehrlich: nur fünf blieben. Und es waren nur welche, die mich von der Arbeit her schon kannten. Niedergeschlagen blickte ich zu Boden. Ich hatte zwar mit Misstrauen, Skepsis und Widerstand gerechnet, aber nicht in dem Ausmaß.
„Na los, Coach, setz dich zu uns“, winkte mich Manuel herbei. Auch die anderen kamen nun an diesen Tisch. Außer Manuel waren nur noch dessen Bruder Danny, Innes, der noch sehr junge Nico und der aus der Schweiz stammende Sylvain geblieben. Stefan und Martin, der zweite Vorsitzende, setzten sich zu uns.
„Der Schuss ging wohl nach hinten los“, sagte ich niedergeschlagen zu Stefan, „die werden mich niemals ernst nehmen.“
„Ach was, die beruhigen sich schon wieder“, entgegnete Danny. Ich schaute ihn an, sehr muskulös war er geworden, seit ich ihn zuletzt gesehen hatte. Auch das hellbraune Haar war anders, etwas kürzer als sonst geschnitten.
„Ich weiß nicht, ich bin da nicht so sicher“, entgegnete ich betrübt und strich mir eine lose Haarsträhne hinters Ohr.
„Aber ohne Trainer sind wir komplett aufgeschmissen. Du willst uns doch nicht etwa hängen lassen?“, erkundigte sich Sylvain und legte mir die Hand auf die Schulter. Er sah mich mit seinen ungewöhnlichen, graublauen Augen an, die mich unter seinem schwarzen Wuschelkopf heraus anstrahlten.

„Nein, das will ich nicht, aber… “

„Kein ‚Aber‘, du bleibst und es wird mit uns aufwärts gehen“, meinte Innes, der mich die ganze Zeit schon mit Blicken verfolgt hatte. „Lass dich von den andern bloß nicht verunsichern, so sind sie nun mal. Sollen sie sich erst mal an den Gedanken gewöhnen. Stefan wird schon wissen, was er tut. Und auf uns kannst du zählen, stimmt´s Jungs?“
Die anderen Jungs nickten zustimmend und Innes zwinkerte mir aufmunternd zu. Okay, dachte ich mir, zwar nur fünf Mann, aber hey, das war doch besser als gar nichts, munterte ich mich selbst auf. Sie hätten alle weg sein können …
„Danke, dass ihr hinter mir stehen wollt, echt nett von euch.“ Ich beugte mich zu meiner Tasche und nahm Notizblock und Kugelschreiber heraus.
„Okay, wir sind zwar jetzt nicht vollzählig, aber einiges könnten wir schon noch besprechen. Deshalb möchte ich jetzt gerne von euch wissen: wo seht ihr eure Stärken, eure Schwächen? Jeder für sich persönlich und als Mannschaft?“

Anfänglich noch etwas zögerlich, dann immer lebhafter, informierten sie mich über alles, was für mich als neue Trainerin interessant war. Seite um Seite füllte sich auf meinem Block. Erst als Nico auf die Uhr sah und murmelte: “Verflixt, noch vier Stunden und die Nacht ist wieder rum für mich“, sah ich auf die Uhr. Es war schon kurz vor elf.

„Oh je, doch noch ganz schön spät geworden. Dann wollen wir es jetzt dabei mal belassen. Gut, wir sehen uns dann morgen zum Training.“ Wir verabschiedeten uns voneinander und gingen hinaus.
„Coach, könntest du mich mitnehmen? Mein Auto ist kaputt und du fährst doch sowieso in meine Richtung“, wollte Innes wissen. Seinem bittenden Blick hätte ich nicht widerstehen können.

„Nur wenn du den Coach weglässt!“
„Zu spät, der hängt dir jetzt an.“

„Okay, wenn du meinst … Langer. Komm, da hinten habe ich geparkt.“ Ich deutete auf ein in der Dunkelheit nur schwer auszumachendes, schwarzes Fahrzeug vor dem Vereinsgelände. Aus den Augenwinkeln folgte ich seinem Blick. So entging mir nicht sein Erstaunen.

„Ein Calibra? Cool, ich such schon eine Weile nach einem. Du willst deinen nicht zufällig verkaufen?“
„Niemals! Du wirst weiterhin suchen müssen.“
Wir waren inzwischen am Wagen angekommen, ich hatte die Türen geöffnet und stieg ein. Innes war gerade mal mit der linken Seite richtig im Auto, als er erst noch den Sitz zurückschob.

„Sorry“, sagte er, „aber sonst wäre ich nicht reingekommen.“
„Du bist ja auch nicht gerade klein.“ Ich musterte ihn kurz.
„Wie groß eigentlich? Zwei Meter?“

„Nicht ganz, fünf Zentimeter fehlen mir dazu.“
 
Ich fuhr los, es war um diese Zeit sehr ruhig auf der Straße. Ab und an sah ich ihn kurz aus den Augenwinkeln an. Er wirkte total entspannt, so kamen seine weichen Gesichtszüge viel besser zur Geltung. Meine Güte, wenn er nicht einer meiner Spieler wäre …

Sonntag, 13. Mai 2018

Lesepobe: Wehende Mähnen und Schneegestöber (Sportinternat Waldeck Band 5)




„Das ist doch wohl nicht dein Ernst?“, etwas geschockt schaute ich meine Freundin Lucy an. „Ausgerechnet ich? Was sollten die denn mit einem Moppel wie mir anfangen? Ich mache mich doch nicht zum Affen, das kannst du alleine durchziehen!“
 „Jetzt beruhig dich doch mal, Sally“, versuchte sie mich zu beruhigen. „Ist doch ne echt coole Idee und ein Moppel bist du erst recht nicht. Außerdem gibt’s nicht nur das Shooting für den Katalog, sondern auch einen Gutschein von der Firma und einen kleinen Geldpreis, wenn du gewinnst.“
„Vergiss es! Wir machen das umgekehrt: Ich mache Fotos von dir und Pearl und du nimmst teil“, konterte ich mürrisch. Und sowas am frühen Morgen!
Lucy hatte gestern Abend ein Gewinnspiel eines Reitsport-Versandhandels in ihrer Pferdezeitschrift gefunden und sich in den Kopf gesetzt, dass eines der neuen Models für deren Katalog ausgerechnet ich sein sollte – weil ich angeblich besser aussehen und sie schönere Fotos machen könnte als ich. Den Gewinn könnten wir uns ja aufteilen.
Dabei war meine rothaarige Freundin mit ihren grünen Augen doch der größere Hingucker als ich mit meinen blonden Haaren und den braunen Augen. Allein mit der Haarfarbe würde sie deutlich aus der Masse herausstechen und sicher die besseren Chancen haben. Leider hatte ich nicht mit ihrem Dickschädel gerechnet.
„Ich jedenfalls frage Marc nachher, ob es okay ist, wenn wir die Bilder mit Rasputin machen und dort einschicken! Und Lena leiht uns bestimmt die schicke Schabracke und die Bandagen für deinen Dicken aus deren aktueller Kollektion, damit wird er der Hingucker absolut.“
Ich schüttelte den Kopf, überlegend, ob ich dem hübschen Rappen wirklich diese babyrosa Sachen antun wollte und stieg aus dem Bus, der gerade am Hof hielt. Unsere Mitschülerinnen hatten sich grinsend unseren Schlagabtausch angehört, ja, sogar Lucy noch bestärkt.
„Eigentlich könnten wir doch alle mitmachen, was haltet ihr davon? Egal wer gewinnt, wir teilen auf jeden Fall. Naja, außer das Shooting, da kann ja eh nur der Gewinner mitmachen“, schlug in dem Moment Leona vor.
„Also mich lasst ihr da raus!“, wehrte Björn sich sofort und Jan nickte zustimmend.
„Feige Bande“, knurrte Lucy die beiden Jungs an. „Es werden ausdrücklich auch Jungs gesucht, mitgefangen, mitgehangen, würde meine Oma jetzt sagen. Dabei wäre es doch sicher schön, generell mal schicke Fotos von uns und den Pferden zu haben. Und wenn dann noch eins bei dem Wettbewerb gewinnen würde, das wäre doch der Brüller!“
„Vergiss es!“, brummte nun auch Jan, winkte ab und ging zum Stall. Schnell schloss ich mich ihm an und hoffte, Lucy würde das Thema jetzt fallen lassen. Das hielt aber nur solange an, bis wir mit der Stallarbeit fertig waren. Wir hatten noch etwas Zeit, bis unser Bus zurück zum Internat fuhr und während wir es uns in der warmen Sattelkammer gemütlich machten, fiel Jan auf, dass Lucy fehlte.
„Wo rennt unser Pumuckl denn wieder rum?“ So nannte er sie, seit ihre Haare nach dem Schneiden eine Länge hatten, bei der sie eigentlich immer wirr in alle Richtungen standen.
„Die wollte zu Lena. Ihr glaubt doch nicht wirklich, dass ihr sie überzeugt habt?“, murmelte Saskia, die in der Ecke saß und ihren Kopf müde gegen die Wand gelehnt hatte.
Und Sabine gab zurück: „So ein Shooting an sich wäre wirklich toll, ich habe kaum wirklich gute Fotos, auf denen ich mit Luna oder einem der anderen Pferde drauf bin. Auf diesen Wettbewerb kann ich gut verzichten, so gerne lass ich mich dann auch nicht knipsen, dass ich da unbedingt in einen Katalog wollte.“
„Wenn wir einfach Just for Fun ein paar Fotos machen lassen könnten, wäre ich auch dabei“, meinte Björn.
In dem Moment kam es von der Tür: „Ich auch und Marc würde da sicher auch mitmachen! Und ich kenne sogar jemanden, der die Fotos bestimmt für uns machen würde!“ Lena kam in die Sattelkammer. „Und wenn Lucy dann unbedingt an diesem Wettbewerb teilnehmen will …“
„Aber doch nicht alleine!“, wehrte sie entsetzt ab. „Ich dachte eher an uns alle!“
„Du kannst sie aber nicht dazu zwingen, Lucy“, mahnte Lena sie jetzt. „Außerdem müsstet ihr die Fotos dann schon selbst machen, da ihr nicht einfach die nehmen könnt, die euch der Fotograf macht. Hat was mit diesem Urheberrecht oder Copyright zu tun. Außer er erlaubt euch das, am besten schriftlich. Und untereinander solltet ihr euch das sicherheitshalber auch schriftlich geben. Zum Beispiel wenn Sally Fotos von dir macht und du sie einschicken willst, soll Sally dir bestätigen, dass du das darfst. Mittlerweile beschäftigen schon ziemlich viele solcher Fälle die Gerichte. Dasselbe gilt übrigens auch für Texte und so. Aber das kann euch bestimmt einer eurer Deutschlehrer besser erklären. Also wie das mit dem korrekten Zitieren und der Verwendung von ganzen Absätzen aus fremden Schriftstücken läuft. Besonders dann, wenn‘s ums Geld geht oder wie bei den Politikern um Doktorarbeiten, was da mal in den Nachrichten war, ist das ganz wichtig. Aber zurück zum Thema: Ich habe eine sehr gute Freundin, die sich vor kurzem selbstständig gemacht hat als Fotografin. Wenn ihr der erlaubt, die Fotos von euch und den Pferden auch auf ihrer Homepage und im Studio zu verwenden, macht sie die uns zuliebe sicher umsonst. Ich ruf sie nachher mal an, bis heute Mittag weiß ich dann ganz sicher mehr.“
„Was ist eigentlich mit Kira?“ warf Antje aufgeregt ein. „Die darf doch noch gar nicht reiten?“
Lena beruhigte sie: „Normale Fotos kann sie ja auch machen lassen. Sina wird sich da bestimmt etwas einfallen lassen.“
„Aber haut das denn noch bei dem Wetter hin?“, zweifelte Leona. „Wäre da der Sommer nicht besser geeignet?“
„Ach, wir werden auch so bestimmt ein paar schöne Hintergründe finden“, machte Lena ihr Mut. „Noch soll das Wetter ja ganz toll bleiben und mit dem bunten Laub bietet der Wald doch eine echt schöne Kulisse. Und ein paar Stoppelfelder haben wir ja auch noch. Ich sehe zu, dass das bald klappt mit dem Termin.“
„Das wäre echt super!“, stimmten wir zu und machten uns gleich darauf auf den Weg zurück zum Internat.

*

Montag, 26. März 2018

Rezensionen zur Reihe "Sportinternat Waldeck"

Ich finde es wirklich super, wenn sich Leser kurz Zeit nehmen, um mir ihr Feedback zu geben. Herzlichen Dank dafür!!!


>Wunderschön. Mir hat es sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist flüssig und schön zu lesen . Ein perfektes Buch für Kind/Jugendliche.
Was mich aber seht interessieren würde: WIRD EIN NEUER TEIL DER SERIE RAUSKOMMEN ? Wäre sehr schade wenn nicht.<

>Wird die reihe weitergeführt? Ich liebe die Geschichten vom Sportinternat Waldeck und mit Helge wird es auch ein bisschen spannender weil ich gespannt bin wann die Lehrer es bemerken. Also ganz tolles Buch.
Ich hoffe es kommen noch mehr Bücher von dieser Reihe 😍Einfach Traumhaft😍Ich würde mich sooooo freuen ganz liebe grüße und einen schönen tag noch <

>Ich gebe zu, das ich früher wenig Jugendromane gelesen habe. Aber dennoch kannte ich die typischen Jugendträume von Pferden, Reiten und ähnlichem.
Und genau an diese hat mich dieser Roman erinnert. Er ist spannend und sehr gut beschrieben. Man möchte mit den Charakteren lachen, weinen, hoffen, bangen und sich den Herausforderungen stellen, welche die Pubertät, der Alltag und auch das Reiten mit sich bringen.
Der nächste Band wird ebenfalls geholt<

>Als erwachsene Frau, lese ich eigentlich keine Jugendbücher. Doch da ich es von meiner Nichte bekommen habe, las ich es. Es ist sehr unterhaltsam geschrieben. Die Autorin schafft es, dass man sich richtig in die Welt eines Teenagers hineinversetzten kann mit den Ängsten und auch den Gefühlen. Auch fehlt es nicht an Spannung. Man bekommt einen Einblick in das Bild des Reitens. Schreibstil sowie auch Grammatik waren keine Fehler zu finden. Ich freue mich schon auf ein weiteres spannendes Abenteuer.<

>Auf der Suche nach einem Geschenk für mein Patenkind habe ich mich als Fan von Holly O’ Rilley daran erinnert, dass sie auch Jugendbücher schreibt und habe da mal reingeschaut.
Wie ihre anderen Bücher hat auch dies mir sehr gut gefallen. Natürlich spricht sie hier die Sprache Jugendlicher. Meine Sorge, dass es da bei ersten Liebeserfahrungen zu weit gehen könnte, waren absolut unbegründet.
Mich hat das an die alten Internatsgeschichten erinnert, die ich aus meiner eigenen Jugend kenne. Auf ihre sympathische Art, die die Sprache normaler Menschen wiedergibt, so wie sie ist, arbeitet sie die klassischen Motive passend für die heutige Zeit auf.
Ihr Steckenpferd sind Pferde, davon hat sie einfach Ahnung, was ja auch in ihrem Lebenslauf zu lesen ist.
Langer Rede kurzer Sinn. Ich werde die ersten drei Bücher der Serie als Geschenk ordern, denke damit mache ich nichts verkehrt.<

Montag, 15. Januar 2018

Leseprobe: Buntes Laub und tolle Ritte (Sportinternat Waldeck Band 4)



    Ich war immer noch total hin und weg davon, dass Helge extra zum Turnier kam, nur um mich zu sehen! Gemeinsam hatten wir den anderen bei ihren Prüfungen zugesehen, ihnen geholfen wo es ging, bis er am späten Nachmittag dann los musste, um nicht den Geburtstag seiner Schwester zu verpassen. Als wir abends zum Hof zurückfuhren, grinsten mich Lucy und Björn jedes Mal an, wenn sich unsere Blicke trafen. Irgendwann konnte ich nur noch genervt mit den Augen rollen, obwohl ich mich ja freute, dass sich da offenbar etwas zwischen Helge und mir anbahnte.
Da ich noch keine Springen mitreiten sollte, kam ich sonntags nur als ‚Turnier-Trottel‘ und Zuschauer mit zum Turnier, das gehörte irgendwie mit dazu. So kam es, dass ich Helge, der an dem Tag mit seiner Mannschaft ein Fußballspiel hatte, erst am Abend wiedersah. Gemeinsam mit Pavel kam er zu unserer kleinen Gruppe, die sich in der winzigen Küche unserer Etage gerade Abendessen vorbereitete.
     Ich sah ihm an, dass er etwas unsicher war, wie er mich begrüßen sollte, nachdem von allen Seiten ein fröhliches Hallo zu hören war. Allerdings ging es mir auch nicht anders. So vor allen anderen wäre selbst ein kleiner Kuss auf die Wange irgendwie komisch gewesen. An dem Punkt waren wir noch lange nicht. Also begnügte ich mich mit einem kurzen ‚Hi!‘ und rührte zum wer weiß wievielten Mal die Spaghetti im Topf um. Heimlich steckte Helge mir einen Zettel zu, als er an mir
vorbei ging.

„Wenn du die Spaghetti so weiterrührst, bekommen die noch nen Drehwurm!“, lästerte Lucy leise an meinem Ohr, als sie an mir vorbeigriff, um die Teller zu holen.
„Ja, ja, du mich auch“, gab ich zurück.
„Liebesbriefchen von deinem Liebsten?“, kabbelte sie mich weiter. „Was schreibt er denn?“ Ihr schien echt nichts zu entgehen.
„Keine Ahnung“, zischte ich leise. Zu meinem Glück deckte sie jetzt erst mal den Tisch und ich schüttete die Nudeln ab, als Sabine die Soße schon auf den Tisch stellte.

Nach dem wir nicht nur gegessen, sondern auch die kleine Küche wieder auf Vordermann gebracht hatten, gingen die ersten schon zurück in ihre Zimmer. Als mich eine Weile keiner beachtete, nahm ich schnell den kleinen Zettel aus der Hosentasche. ‚Nach dem Essen bei den Garagen?‘, stand darauf und ich spürte, wie mein Herz vor Freude einen Hüpfer machte, während ich mich bemühte, mir nichts anmerken zu lassen. Zum Glück war auch Lucy schon in ihrem Zimmer, die hätte sonst sofort wieder was zum Lästern gefunden.
Helge war schon einige Minuten früher verschwunden und als Björn und Antje unsere Runde verließen, schloss ich mich ihnen an. Da diese auf anderen Fluren ihre Zimmer hatten, fiel es nicht auf, dass ich das Gebäude verließ. Klar wäre ein heimliches Herausschleichen nicht nötig gewesen, aber andererseits war so die Wahrscheinlichkeit geringer, dass doch noch jemand auftauchte. Und genau das wollte ich jetzt sicher nicht!
Wie erwartet traf ich Helge, sitzend, vor der Garage, in der seine Maschine stand. Mein Herz klopfte dabei bis in den Hals. Dabei hatte ich doch bereits einen ganzen Tag mit ihm verbracht, ohne, dass mein Herz so verrückt spielte. Aber … hatte ich da schon so für Helge empfunden wie jetzt? Irgendwie fühlte es sich so ganz anders an als vorher, wo ich ihn nur als Mitschüler sah. Vermutlich hatte ich mich wirklich zum ersten Mal in meinem Leben so richtig verliebt! Also wirklich richtig verliebt, nicht nur so eine Schwärmerei wie es mir mal mit einem Jungen aus meiner früheren Parallelklasse ging. Als ich mich ihm näherte, hob Helge den Kopf und dieses süße Lächeln zog über sein Gesicht, dass ich bisher wirklich nur an ihm sah, wenn er mich anschaute. Etwas verlegen lächelte ich zurück und setzte mich zu ihm.

„Schön, dass du gekommen bist“, sagte er leise. Mit einem `Darf ich?` beugte er sich ein wenig zu mir und gab mir einen hauchzarten Kuss auf die Wange.
„Sicher, warum hätte ich nicht kommen sollen?“, gab ich zurück. „Ist doch schön, wenn wir auch mal wieder alleine sind.“
„Schön, dass du das so empfindest. Ich find es auch ganz gut. So viele Möglichkeiten dazu hat man hier ja nicht. Und die letzte Woche war echt stressig. Dabei würde ich wirklich gerne abends mal was mit dir unternehmen“, seufzte er.

Montag, 6. November 2017

Mittwoch, 23. August 2017

Wow !

Wow war einfach das Erste, was mir einfiel, als ich zum ersten Mal den Hinweis "Bestseller" an einem meiner Bücher sah! Gefunden im Buchshop des Verlags meines Vertrauens, BoD.

Schaut mal:
Sieht doch toll aus, oder? ;-)

Neue Cover, neuer Einband ...

... und auch der E-Book Preis ändert sich bei meinen Romanen.

"Lass deine Liebe blühen" ist mit neuem Cover bereits als gebundenes Buch erhältlich (wie immer gilt: Fast überall, wo es Bücher gibt) und in etwa zwei, drei Wochen folgt der "Sprung in neues Glück". Dazu gibt es die entsprechenden E-Books in den ersten vier Wochen ab Erscheinen zum Schnupperpreis von 0,99 €.



Zum Warum, Weshalb, Wieso:
Ich selbst liebe und bevorzuge Cover in minimalistischem Stil, wie sie z.B. auch beim Diogenes-Verlag oder bei Edition Combes gerne genutzt werden. Da allerdings weniger das schlichte Cover gewünscht, bzw. auch beachtet wird, wird es nun künftig alle meine Romane nicht nur als Taschenbuch im üblichen Stil, sondern auch als gebundene Ausgabe mit hoffentlich massen-tauglicheren Covern geben.
Die E-Book-Preise werde ich wohl bei neuen Romanen künftig für beide Varianten (Taschenbuch/gebundene Ausgabe) zum gleichen Preis anbieten, erspare mir aber vorerst eine entsprechende Neuauflage zur Preisänderung zu den bestehenden Taschenbuch-Ausgaben. Das würde sich nicht rechnen.

Freitag, 7. Juli 2017

Autorenkolleginnen und -kollegen auf einen Blick!

Ich freue mich sehr, einige Autorinnen und Autoren zu kennen, mit denen ich gerne zusammenarbeite. Vier Augen sehen immer mehr als zwei, sechs sehen mehr als vier u.s.w.

Doch wer sind diese Kollegen? Was schreiben sie? Hier biete ich euch einen groben Überblick, auf ihren Seiten stellen sie sich selbst und ihre Werke viel besser vor, als ich das hier könnte.


Caroline Simanek schreibt in den Genres Horror und Thriller, lässt ihren Lesern also gerne Schauer über den Rücken laufen.

Harry Baumann hat eine Vorliebe für Erotik, oft mit heißen Fesselspielchen. Zudem entführt er euch gerne auch mal in die Vergangenheit.

Jasper Lee Johnes ist der geheimnisvolle Neuling, der lieber unerkannt bleiben will. Er tobt sich sehr gerne im Erotik-Genre der etwas anderen Arten aus.

Pjotr X hat nach seiner romantischen "Jugendsünde" seine Vorliebe für mit Sex gemischten Horror entdeckt. Seine Geschichten sind nichts für Zartbesaitete!


Donnerstag, 6. Juli 2017

Leseprobe: Schmetterlinge im Pferdestall (Sportinternat Waldeck Band 3)

Einer meiner BoD - Bestseller!

 
 
Das Wochenende war viel zu schnell vorbei. Nach dem Turnier brachten wir die Pferde zurück zum Hof, während meine Familie sich wieder auf dem Heimweg befand. Eigentlich wollten wir noch gemeinsam essen gehen, aber es war einfach viel zu spät geworden. Und meine Schwester Romy musste ja auch zurück in ihre Wohngruppe. Wie es der Zufall wollte, kam Marc mit seiner Gruppe kurz nach uns auf den Hof und so beschlossen wir, zusammen Nudeln zu bestellen. Bis diese kamen, versorgten wir unsere Pferde.
Während dem Essen drehte sich natürlich alles um die beiden Turniere, die wir besucht hatten.
„Als ich bin voll zufrieden mit meiner Truppe“, begann Lena Marc zwischen zwei Bissen zu erzählen. „Kira hat mit einem ordentlichen dritten Platz in den Reiterprüfungen gut vorgelegt, Antje hatte etwas Pech mit einer echt starken Gruppe, aber der vierte Platz ist da voll okay. Und Sally hat sogar mich mit ihrem zweiten Platz überrascht. Deren Gruppe war nämlich auch nicht ohne. Dann hat Antje noch den dritten Platz in der Springreiterprüfung geholt und den siebten in der E-Dressur. Torben ist in einer seiner E-Dressuren sechster geworden, bei der anderen hatte Linus wohl keine Lust mehr und lauter Monster gesehen. Dafür haben sie in den beiden E-Springen noch einen zweiten und einen guten neunten Platz gelegt. Ganz besonders hat mich eure Zusammenarbeit auf dem Turnier gefreut“, wandte sie sich nun an unsere Gruppe. „Jeder hat bei jedem freiwillig mit angepackt wo es nötig war, ohne große Worte. Ihr habt euch insgesamt den ganzen Tag auch moralisch wirklich toll unterstützt. Und mit unseren beiden Neulingen war es, als ob sie schon immer dabei wären. Das war super Teamwork, da freue ich mich schon auf die nächsten Turniere und hoffe, das bleibt so, auch wenn ihr mehr in Konkurrenz zueinandersteht.“
„Dasselbe gilt auch für meine Gruppe“, lobte Marc seinen Teil der Reitschüler. „Leona und Meike haben sich auch gleich super eingegliedert. Dafür, dass sie ihre Pferde noch nicht so lange kennen, haben sie auch gute Leistungen abgeliefert. Wenn es auch leider nur für einen fünften Platz für Meike in der E-Dressur gereicht hat. Durch die zwei Turniere an diesem Wochenende haben die erfahreneren Reiter ja überwiegend in Neunkirchen gemeldet und die Konkurrenz war dementsprechend ziemlich stark. Dafür hat Lucy in der E-Dressur einen ordentlichen siebten Platz belegt und wurde vierte in ihrem E-Springen. Björn hatte in der Dressur viel Pech, dafür wurde er dritter in dem A-Springen, in dem Saskia den zweiten Platz belegt hat. Dafür hat es in der A-Dressur mal nur für den neunten Platz gereicht, aber das ist okay. Bei Jan lief es in der E-Dressur nicht so gut, dafür hat Scrabble im Zeitspringen mal wieder gezeigt, was er kann und die beiden wurden Zweite! Ich bin auch wirklich zufrieden.“
Schon in zwei Wochen sollte es auf das nächste Turnier gehen, vier Wochen später war auch eines. Auf diese beiden würden wir dann sogar alle zusammenfahren. In unserer gemütlichen Runde ließen wir den Tag ausklingen und gegen halb neun brachte uns Pit, unser Fahrer, zurück zum Internat. Ich war sicher nicht die einzige, die nur noch schnell duschte und total müde ins Bett fiel.
*
Wie immer zog sich der folgende Schultag ewig lang dahin, diesmal noch mehr, weil wir in Französisch einen Test und in Ethik schon eine erste Klassenarbeit schrieben. Ich hatte ein gutes Gefühl für beide, zum Glück fiel mir das Lernen nicht allzu schwer. Das Highlight war natürlich wieder unsere Fachtheorie. Diesmal zum Thema Pferdehaltung.
„Na, dann erzählt mal, welche Haltungsformen kennt ihr denn?“, forderte Herr Keller uns auf. Wie so oft lief er langsam vor uns auf und ab.
„Boxenhaltung. Wenn das Pferd viel Glück hat, sogar mit Weidegang“, seufzte Torben. „Sollte eigentlich wie die Ständerhaltung abgeschafft werden. Zumindest als dauerhafte Haltung.“
„Dann hast du bestimmt auch Gründe für diese Meinung“, hakte Herr Keller sofort nach.
„Ja, Pferde sind Herdentiere und haben auch Bewegungsdrang. Sie sollten sich lieber rund um die Uhr bei genügend Auslauf mit anderen Pferden bewegen können. Das ist auch gut für die Muskeln, Gelenke, Sehnen und Bänder.“
„Damit liegst du natürlich voll und ganz richtig. Die Praxis sieht leider noch vielerorts ganz anders aus. Sicher kennen noch nicht alle die Pferdehaltung der Schulpferde auf dem Sonnenhof, wer mag die denn mal den anderen vorstellen?“ Er schaute in die Runde. „Antje vielleicht?“
Diese rückte sich aus ihrer lässigen Haltung, eher einem Hängen über den Tisch, wieder in eine aufrechte Sitzposition.
„Gerne“, gab sie zurück. „Also auf dem Sonnenhof gibt es für unsere Schulpferde zwar eine lange Stallgasse mit Boxen, aber die sind nach Hinten nur geschlossen, wenn ein Pferd mal krank ist, zur Fütterung von Kraftfutter, damit die Pferde in Ruhe fressen können oder wenn sie nach dem Reiten noch nicht richtig trocken sind. Ansonsten sind immer zum befestigten Auslauf die Türen offen und in der Weidesaison der Zugang zur Koppel. Das Heu wird meistens auch draußen in so großen Futterraufen gefüttert. Ist auch besser für die Stallluft, weil es dort dann nicht so staubt.“

Dienstag, 4. Juli 2017

Etwas neues ist auf dem Weg!

Soeben habe ich den dritten Band (leider etwas später als geplant) zur Veröffentlichung auf den Weg gebracht! Das E-Book wird es zu Beginn ab Veröffentlichung wieder für zwei Wochen zum Schnäppchenpreis von 0,99€ geben!

Ach ja, der neue Band heißt: "Schmetterlinge im Pferdestall"

Freitag, 19. Mai 2017

Rezensionen zu "Des Doktors Spiele"

An diesem ungewöhnlichen Arztbesuch finden meine Leser großen Gefallen:

>>Der Titel hält, was er verspricht.
Der smarte 50-Schatten Doc mit der wohltuenden tiefen Stimme kommt schnell zur Sache und Ellen weiß nicht wie ihr geschieht, als er sich die dünnen Gummihandschuhe überstreift und seine heilenden Finger einsetzt ...
Ein amouröses Abenteuer im Geschmack der Zeit, das von der Länge passend für einen Abend oder Nachmittag dimensioniert ist, wonach das Kopfkino gestartet werden kann.
Insgesamt eine runde Sache, die mir sehr gefallen hat. <<

>>Schöne Geschichte, aber leider zu kurz! Zum Inhalt kann ich nur sagen, dass er sehr gelungen ist und es Spaß macht dieses Buch zu lesen. Meiner Meinung nach hätte man aus der Geschichte aber wesentlich mehr machen können! <<

Rezensionen zu "Jolene"

So schön kann Liebe zwischen zwei Frauen sein:

>>Das unübersehbare Wort ‚Lesbian’ auf dem Cover hat mich natürlich sofort neugierig gemacht. Wirklich ist das im Jahr 2016 nichts, was provokant ist, aber auf jeden Fall was anderes. Und auch hier schafft es die Autorin eine gefühlvolle Story zu kreieren: Unkritisch, leidenschaftlich, schön. Ich will nicht zu viel verraten…
Aber ein weiteres Lob, die Autorin hat selbst ein Faible für Pferde, das sich natürlich in der in den modernen Wilden Westen verlegten Handlung widerspiegelt. Mir hat es Spaß gemacht zu lesen. Die Geschichte passt, sie ist interessant, weil sie woanders spielt, im heutigen Wilden Westen, und weil es zwei Girls sind. <<

Rezensionen zu "Sissi - ein Pony - Leben"

Nicht nur Kinder finden dieses Buch toll:

>>Ich habe das Buch von der Autorin als Rezensionsexemplar erhalten und fand die Geschichte kurzweilig zu lesen. Da ich selbst reite und Pferde halte, konnte ich vieles nachvollziehen was dort stand und die Idee, die Geschichte vom Pony selbst erzählen zu lassen hat etwas.
Allein schon deswegen hebt sich dieses Büchlein von den üblichen Kinderbüchern dieser Art ab, in der die Mensch Pferd Beziehung doch oftmals sehr verklärt wird. Das tut dieses Buch nicht und das erzählende Pony wird nicht über die Gebühr vermenschlicht, was Gefühle etc angeht. So fand ich das Buch erfrischend zu lesen, musste oftmals schmunzeln und kann als Fazit sagen: Ein realistischer Blick auf das Thema Pony, der auch ein wenig für das Tier sensibilisiert und an einigen Punkten die Augen offnet. Ein angenehm unspektakuläres, aber dennoch eindringliches Kinderbuch, dass einmal nicht vorsieht, dass ein völlig ungeübter Reiter bereits nach 3Wochen Training das Turnier gewinnt.
Ich würde dieses Buch Kindern oder auch deren Eltern empfehlen, die sich ein Pony wünschen. Auch allen perdebegeisterten Mädchen und Jungen, die einmal lesen möchten, wie es tatsächlich ablaufen könnte. <<

>>Das Zwiegespräch hat mir als Laien auf dem Gebiet der Pferdehaltung doch sehr die Augen geöffnet, wie viel Verantwortung die Haltung eines solchen Tieres mit sich bringt...darüber sollte man tatsächlich mehrmals nachdenken. Nicht nur finanziell, sondern auch moralisch muss man dem Tier gerecht werden. Die verschiedenen negativen Seiten werden sehr aufschlussreich dargestellt, so dass ich mehrmals beim Lesen die Stirn runzeln musste und mich fragte, wer das einen Tier antun kann.
Das Buch eignet sich für Leser jeden Alters, denke ich. Als Erwachsener wird man eine Hülle an Informationen finden. Und als pferdeverrückter Teenie kann es helfen, um wieder etwas auf den Boden der Tatsachen zu gleiten. Also bevor man ein Pferd kauft, könnte die Lektüre von Sissi schon etwas Verklärtheit und Pferdevernarrtheit vertreiben.
Sehr realistisch, klar und wichtig in der Aussage, aber auch unhaltsam zu lesen. <<

Rezensionen zu "Lass deine Liebe blühen"

Naaaaa, das macht doch Lust, selbst mal zum Buch zu greifen, oder?

>>Sehr berührend und einfühlsam beschrieben, ist die Geschichte von Anka und Marcin.
Dies ist das erste Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe und wird ganz sicher nicht das letzte gewesen sein.
Man wird in das Leben der beiden hineingezogen und fühlt sich mit ihnen verbunden.
Das Cover passt sehr gut und verrät auch nicht zu viel.
Da der Klappentext schon alles nötige sagt, werde ich über den Inhalt nichts weiter verraten, denn lesen solltet ihr schon selbst.
Es lohnt sich auf jeden Fall.
Von mir gern *****Sterne für "Lass die Liebe blühen" und eine klare Leseempfehlung.<<

>>Es ist zwar ein erotischer Roman, doch kann dieser Roman noch mehr. In dieser Geschichte steckt soviel Gefühl, viel überraschende, nicht zu erwartende Momente, die einen berühren. Zärtlich und mit einem Hauch Romantik die Erotik beschrieben, was mir besonders gefallen hat. Ich bin sehr glücklich, dieses Buch gelesen zu haben. Und es ist ein Buch,was man gern immerwieder liest! Ich danke dafür von Herzen und die 5 Sterne sind absolut verdient! <<